Geschafft

Seid gestern nachmittag habe ich meine Hausarbeit zum ETP fertig. Einige haben gefragt, was den bei der Umfrage rausgekommen ist. – Viele Stunden Kopfschmerzen! Ich fand es ziemlich herausfordernd diese “qualitative” Forschung zu machen. Hatte ich mir gesamt etwas überschaubarer vorgestellt. Im Rahmen einer Kontextanalyse (Kontext=Märkisches Viertel) wollte ich herausfinden welche Beobachtungen bzw. welche Wahrnehmung, langjährige Bewohner des Viertels von der Kirche hier vor Ort haben. Ist Kirche lebensrelevant, wenn sie den Menschen begegnet? So Fragen und mehr galt es zu kanalisieren und mit den Interviews zu beantworten. So und hier mein Schlusswort:

Der Forschungsprozess verdeutlichte mir, als Forscher, dass Kirche immer noch eine sozialräumlich integrative Rolle zugeschrieben wird. Im weiteren Nachdenken über ganzheitlichen Gemeindebau dient dieser Ansatz sicherlich als Grundlage für weitere Studien. Als Forschungsfrage steht im Raum, wie kann eine Ortsgemeinde ihre sozialräumlich integrative Rolle im Horizont ihrer Lage in einer Großsiedlung mit ihren spezifischen Problemlagen füllen.

Alles klar? – Das für mich interessante war, zu erfahren und neu bewusst gemacht zu bekommen, dass die Menschen Kirche wirklich gut beobachten. Sie wollen informiert sein und sind durchaus bereit Angebote anzunehmen. Kirche wird zugeschrieben, dass sie für die Nöte der Menschen da sein soll, weil sie nicht aus Profitgier handelt, sondern so wird ihr unterstellt aus Nächstenliebe. Das Ergebnis ist für mich eine klarere Forschungsfrage. Nicht mehr und nicht weniger.

3 Kommentare zu “Geschafft”

  1. Dirk

    Glückwunsch!
    Hast Dir ein Bier verdient!

    Wie bist Du eigentlich an die Menschen für das Interview rangekommen?
    Auf der Straße?
    An Türen geklingelt?
    Mit Voranmeldung?
    ???

    Viel Segen & Erholung!
    Dirk.

  2. Matthias

    @dirk: Danke! Das Bier habe ich aus Verzweiflung mittendrin schon gekippt und jetzt ist der Vorrat leer. Das andere war nicht so aufwendig. Zweimal habe ich über drei Ecken jemanden anfragen lassen und zweimal habe ich einfach Nachbarn im Haus angequatscht. Und dann macht man einen Termin für ein Interview aus, nimmt sich eine Stunde Zeit mit und trifft sich wo auch immer.

  3. Maggi

    Ich finds gut, das das mal jemand gemacht hat. Gratuliere zur Abgabe.

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