erinnerungen
Ich habe gerade mal wieder kulturgut gelesen und konnte mich sofort wiederfinden. Ich habe so viele Songs, die mich immer wieder in bestimmte Situationen zurückversetzen. Steve Miller Band mit “Abracadabra” lief immer im Radio, wenn ich aus Berlin raus auf der Transitstrecke mit meinen Eltern fuhr. Das Album “Achtung Baby” kaufte ich mir in einer Trauerphase und “One” weckt oft genug Szenen der Beerdigung. Die “Fugees” mit “The Score” sind der Soundtrack meines Abiturs 1996.”Nothing man” von Pearl Jam mit einem Kumpel rauchend auf dem Fensterbrett. Bei REM “Automatic for the People” stellt sich immer wieder die Magie des Verliebtseins ein. Auch großartige Konzerterlebnisse: “Staring at the sun” in Leipzig – genial. Oder der Anruf in einer Vorstandssitzung von einem Depeche Mode-Konzert – “Schade, das Du nicht dabei bist.” – “Never let me down again”. Auch skurrile Dinge, wie die Eagles mit “Hotel California” als Thema im Jugendkreis, da auf dem Plattencover ein bekannter Satanist abgebildet ist (sein soll). (Da ist schon versteckt ein Gesicht, aber ob es der Typ ist – keine Ahnung.) Ich muss jetzt aufhören, sonst werde ich noch den gesamten Nachtdienst weiterschreiben.
Ich find es schön und wichtig, solche Erinnerungen auch so wiederholen zu können. Manchmal erzeugen die Songs mehr Bilder im Kopf als ein Foto. (Vielleicht bin ich aber auch eher der Audio-Typ als der visuelle.) Ich kenne aber auch Leute, denen es überhaupt nicht so geht oder die maximal den einen Song mit Ihrem Lebenspartner haben. Ich kann mich in einem guten Lobpreiskonzert auch total fallen lassen, wobei hier auch noch eine Stimmungskomponente dazu kommt.
Matthias, was ist eigentlich unser Song? Led Zeppelin, Muse, Queen, U2, Snow Patrol, The Script oder Nirvana? Ich weiß es nicht.
Der Rest darf sich aber gern auslassen, über seine Geschichten (Maggi, du hast doch bestimmt auch noch was von früher
). Ich würde gerne was hören, auch von Leuten, die nur lesen und nicht kommentieren. Traut Euch.
Saw things so much clearer
Once you, once you…
rearviewmirror
Pearl Jam – Rearviewmirror
am 28. Januar 2009 um 12:56 Uhr.
It’s sitting by the overcoat,
The second shelf, the note she wrote
That I can’t bring myself to throw away
And also
Reach, she said, for no one else but you
‘cuz you won’t turn away
When someone else is gone
I’m sorry ’bout the attitude
I need to give when I’m with you
But no one else would take this shit from me
And I’m so
Terrified of no one else but me
I’m here all the time
I won’t go away
It’s me, yeah I can’t get myself to go away
It’s me, and I can’t get myself to go away
Oh god I shouldn’t feel this way…
Long Day – Matchbox 20
am 29. Januar 2009 um 00:11 Uhr.
Okay, bin angetriggert. Mehr auf meinem Blog, weil schon die Erwähnung des Reizworts “früher” bei mir einen schwallartigen Erinnerungsfluss auslöst … eben vor allem zurück in die Achtziger.
am 29. Januar 2009 um 12:28 Uhr.
“Immer wenn es regnet…” aus Anna von Freundeskreis verbunden mit der Erinnerung an die Suche in einem Seat Marbella nach einer Jugendherberge an einem verregneten Sommertag im Zuge einer Nord-Deutschland U2-Fan-Tour.
Das Album Throwing Copper von Live erinnert mich an das Jugendzimmer von Bergemensch verbunden mit gefrustetem Abhängen auf der Couch.
Led Zeppelin erinnert an den sehr merkwürdigen Terminus “Happy Hippo Led Zippo Abend”, welcher eine mir inzwischen völlig unbekannte Herkunft aus Schokolade, Feuerzeugen und dem anscheinend dringendem Wunsch nach Reimen in sich vereint. Solche Abende waren geprägt von Wodka-Konsum und der Erkenntnis wie genial die Mutter aller Bands (oder auch “Der Pate” der Musik) wirklich ist.
Nirvana von The Cult ist verbunden mit dem wilden Zivildienst-Leben in der KBoN und dem ersten Kontakt mit Zigaretten (der dann 10 Jahre anhielt).
“Jeremy” von Pearl Jam mit dem bewegensten und besten Musik-Video aller Zeiten auf MTV.
“Don’t stop mit now” von Queen als Befreiungs-Song meines jungen Christseins, nachdem mir verboten wurde, meine damalige Lieblingsband wegen satanischer Hintergründe nicht mehr zu hören. Hab mich tatsächlich ein paar Wochen daran gehalten, bis mir klar wurde, dass Glaube sich nicht daran festmacht, welche Musik man hört. Also das Queen Tape reingelegt und genossen… und damit will ich schließen, bevor es hier auswartet
Don’t stop me now I’m having such a good time
I’m having a ball don’t stop me now
If you wanna have a good time
Just give me a call
Don’t stop me now (‘Cause I’m having a good time)
Don’t stop me now (Yes I’m having a good time)
I don’t wanna stop at all
am 29. Januar 2009 um 14:04 Uhr.
@Herman:
Hatte auch so eine Phase, in der ich kein “satanische” Musik mehr hören wollte/sollte. Da habe ich mich von einigem Silberlingen getrennt, die ich mir heute wieder heimlich kaufe. Nur die Queen-Alben konnte ich damals einfach nicht verkaufen. Glück gehabt.
am 29. Januar 2009 um 15:56 Uhr.
Queen hab’ ich auch standhaft immer weiter gehört, jawoll!
Und ich hab’ mittlerweile auch viele CDs wieder gekauft, die damals in der Tonne gelandet sind… *kopfschüttel*
Und noch zum eigentlich Thema: “Sussudio” von P. Collins kann mich auch heute noch ratzfatz in eine depressionsartige Stimmung versetzen – erinnert mich einfach an wenig gute Zeiten… (Und davon abgesehen mag ich Musik von Herrn Collins sowieso nicht…
)
am 31. Januar 2009 um 10:40 Uhr.
@Ilona: Wobei ich bei PC immer an den Abend denken muss, wo wir mit einigen stärker Evangelikalen von einem Lobpreisabend nach Hause gefahren sind und im Radio “Jesus knows me” lief. Die lieben Geschwister konnten sich gar nicht einkriegen vor Freude darüber, das Phil Collins jetzt offenbar bekehrt sei – bis wir ihnen Text und Hintergründe genauer erläutert haben …
am 31. Januar 2009 um 10:44 Uhr.
Das bewegendste Musikvideo meiner Jugend war glaube ich “Dancing with tears in my eyes” von Ultravox. Radio und Zivilschutz warnen vor einem Atomschlag, er fährt so schnell als möglich zu seiner Liebsten und kurz bevor dann die Nuklearexplosion stattfindet, treiben sie es noch auf dem Wohnzimmerfußboden – wenn ich mich recht erinnere. Hat mich echt mitgenommen damals, glatt mal auf DeineRöhre nachsehen.
am 31. Januar 2009 um 10:46 Uhr.
Juchhu, das Video ist hier. Allerdings war es wohl doch nicht der Fußboden.
am 1. Februar 2009 um 13:10 Uhr.
@ Maggi: Meine Antwort hab’ ich an der anderen (“falschen”) Stelle gepostet…
am 1. Februar 2009 um 20:43 Uhr.
@Maggi: Hier ist es! Mein erstes Musikvideo! Ja und ich steh dazu: Ich hatte als 7jähriger Angst! Aber den Song find ich immer noch klasse.
am 1. Februar 2009 um 21:43 Uhr.
Wo wir gerade bei Videos sind… Was für Filme habt Ihr eigentlich als besonders berührend / aufwühlend in Erinnerung? Habe gerade “Into the wild” gekuckt – kennt den jemand von Euch?
am 1. Februar 2009 um 22:39 Uhr.
@bergemensch: Raaah, okay, ich war etwas älter und ich weiß, dass das auf dem Schulhof als das irrste Video seit Menschengedenken rauf und runter diskutiert wurde.
@Ilona: Aus der Jugendzeit? Um bei der Atomkriegsproblematik zu bleiben, mir geht bis heute “Wenn der Wind weht” nach. Ich weiß, dass ich mir damals sehr, sehr viel Gedanken über einen möglichen Krieg mit Atombomben und die Konsequenzen gemacht habe. Komisch, wenn man bedenkt, dass das heute irgendwie abgegessen scheint, aber gar nicht unbedingt ist …
am 1. Februar 2009 um 23:38 Uhr.
@Maggi: Bei mir war es dann Bad von Michael Jackson. Was den Hype auf dem Schulhof betraf.
@Ilona: Wie kann ich als Pearl Jam-Fan der ersten Stunde “Into the wild” nicht gesehen haben. Sehr schöner Film. Noch schönerer Soundtrack.
Berührt hat mich mein erster (und ich glaube auch der erste überhaupt) Teenie-Film “Breakfast Club”.
Ich sollte nen neuen Artikel aufmachen
. Bevor`s noch zu ersten Konzerten, Cd`s usw. kommt.
am 1. Februar 2009 um 23:47 Uhr.
@ Ilona: Natürlich git es noch mehr Filme, die mich berührt haben. So z.B. Jenseits der Stille (auch ein schöner Soundtrack), Die Verurteilten, 25 Stunden oder American History X. Wenn ich länger überlege bestimmt noch viele, viele mehr. (Ich muss im Nachtdienst immer viel Filme gucken, da ich meine Kollegen nicht nur mit Konzert-DVD´s nerven kann und auch keine Konsole besitze.Mein Laptop ist auch zu alt.)
am 2. Februar 2009 um 14:18 Uhr.
von früher schwärmen…
Jetzt mal zu deiner Frage Bergemensch: Ich glaube nicht, dass wir schon ein gemeinsames Lied gefunden haben und uns fehlt etwas entspannte Freizeit dazu, so eine Runde saufen im Garten mit fetten Absturz! Aber wir sind halt keine 15 mehr. Leider!? Hät…
am 4. Februar 2009 um 21:15 Uhr.
@ bergemensch: Ich kaufe selten bis nie Film-DVDs, aber bei dem Film hab’ ich gleich zugeschlagen, nachdem ich ihn einmal gesehen hatte. Den werd’ ich sicher noch öfter ansehen – und sei es nur wg. der genialen Musik… Die Stimme von Eddie Vedder kann einem schon durch Mark und Bein gehen, finde ich!
Ach, wat waren dat noch Zeiten, als wa zu “Alive” die Matte geschwungen haben…
am 4. Februar 2009 um 21:28 Uhr.
Matthias, wir haben ein weibliches Gegenstück gefunden
. Ein weiteres Kind der 90er!
am 5. Februar 2009 um 09:15 Uhr.