Der Baum

Frohes und besinnliches Weihnachtsfest! Der Heilige ist nun rum, der Gabentisch geplündert (ohne Tränen, Fehlkäufe und sonstige Widrigkeiten). Sitze entspannt mit einem Drittel meiner Prinzen am Frühstückstisch.

Ein Thema in dieser Weihnachtszeit bewegt mich sehr: Der Baum! Der Baum ist traditionsgemäß ein fester ritueller Bestandteil unser Weihnachtsfeiern. Beginnt man einen Lebensabschnitt mit einem PartnerIn, ist man herausgefordert eigene Traditionen zu finden. Auch bei dem Baum! Wann stellt man den Baum auf. Mein rituelle Prägung legt diesen Akt auf den Heiligen Abend zwischen 8.00 Uhr und 12.00 Uhr. Ihre Tradition stellte den Baum sehr früh auf – so leicht schwäbisch – wenn man schon Geld für das Ding ausgibt, dann soll er auch möglichst lange stehen. Dann steht er und das Fest geht rum und wie lange lässt man nun dieses immergrüne Ding stehen? Einige Traditionen in Süddeutschland lassen ihn bis 15. Februar (Da wird irgendetwas von Maria gefeiert) stehen. Unser Baum fliegt zum 6. Januar (irgendwas mit Königen wird gefeiert) raus. Lange Rede, eher kurzer Sinn. Seit Beginn unseres gemeinsamen Lebensabschnitts steht unser Baum am Samstag vor dem 3. Advent.

Und da beginnt mein Problem. Milde gesprochen hätte ich gerne einen grünen Baum, mit samtweichen Nordmannnadeln. Aber das gute Stück (zweite Wahl beim Holländern, hinten bei ATU) trocknete bereits nach kurzer Zeit sichtlich. Sichtlich ist hier das Problem. Geschenke unter dem Baum und so gekrümpelte Dinge davor, dass stört mein ästhetisches empfinden. Am 4. Advent begann ich mit meinem Rettungsmaßnahmen. Für alle die noch bis 15. Februar ihren Baum halten wollen hier ein paar Tipps.

  1. !! Vor dem aufstellen den Baum nochmal absägen, damit er frisch Wasser aufnehmen kann. !!
  2. Tat man dies nicht, wie ich: Unter den Baum legen und mit einem scharfen Messer die Schnittstelle des Baums einritzen.
  3. In die Apotheke rennen, Glytzerin kaufen und ins Gießwasser beimischen. Unter den Baum legen, einritzen, gießen.
  4. Bei einem Baumarkt der Wahl einen Wasserzerstäuber kaufen und die Nadeln mit leichten Wasserstaub aufhübschen. Feiertagstipp: Hat man keinen Wasserzerstäuber zur Hand, den Aufsatz vom Glasreiniger entfernen, gut säubern und auf den Schraubverschluss einer Colaflasche drehen. Spezialtipp: Enkalktes Wasser benutzen.
  5. Durchzug vermeiden.
  6. Helfen die fünf Tipps nicht weiter, muss man schon mehr Energie und Zeit investieren. Aber an den Weihnachtstagen evtl. mit Vater und Schwiegervater gemeinsam, lässt sich doch eine Lösung finden. Wie wäre es damit, das zwei Meter Vieh samt Schmuck und Kerzen in die Horizontale zu bringen und erneut den Baumstamm kürzen.
  7. Vielleicht lohnt es sich darüber nachzudenken nur das obere Drittel zu behalten.
  8. Mit ein wenig mehr Aufwand könntest Du den Baum in Frischhaltefolie einwickeln. Sieht dann nicht mehr ganz so festlich aus, aber sie muss sich entscheiden: Deko-Wahn oder Grüner-Baumtraum.
  9. Leert sich nach der ganzen Fresserei die Truhe, könnte man den Baum auch Stückweise gefriertrocknen und hoffen, dass er damit in Form bleibt.
  10. Oder, das blöde Ding am Heiligen aufstellen. Was soll der Mist mit vorher Baum gucken.

@bergemensch: Stichwort gucken – die Firma dankt!

So dann noch ein gutes Besinnliches.

Ein Kommentar zu “Der Baum”

  1. bergemensch

    Wie wär`s mit Haarspray, Sprühkleber oder Sprühlack?

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