Was meinst Du mit … Mal anders

Eine zweite Selbstverständlichkeit ist mir gestern bewusst geworden. Auf einer ganz anderen Ebene ab, aber auch zum nachdenken. Wir basteln gestern mit Kids aus unserem Viertel Weihnachtsfensteraufhängernasoeinzeughalt (Deko). Fabian* sieben Jahre alt bastelt wirklich eine schöne Kerze zum aufhängen, schreibt liebevoll seinen Namen darauf, dreht sie um und malt ein Herz, schreibt in dieses Herz “für Mama”. Toll denke ich, dass ist doch nett. Mami bekommt ein Geschenk. Eine Stunde später geht Fabian drückt mir die Kerze in die Hand “für dich”. “Willst du Kerze nicht deiner Mama schenken?” – Betretenes Grinsen und weg ist er …

Für Kinder ist es doch schön ihren Eltern was zu schenken. Was muss alles zuhause abgehen, dass so etwas schönes nicht mehr geht. Wird das Gebastelte weggeschmissen? Nicht gelobt und gewürdigt? Das ist doch depremierend für die Kids. Mir war es selbstverständlich meinen Eltern was zu schenken und dafür gelobt zu werden, es wurde beachtet, wertgeschätzt und aufgehängt.

*Name von der Redaktion geändert.

2 Kommentare zu “Was meinst Du mit … Mal anders”

  1. Dirk

    Heißt das, dass die Mutter die Kerze nicht wollte?

  2. Matthias

    @Dirk: Ich vermute nur und glaube, dass es etwas mit der Wertschätzung zu tun hat. Er glaube, er wollte sich den Schmerz ersparen, dass die Kerze weggeschmissen und nicht beachtet wird. Ob das jetzt heißt, dass Mutti die Kerze nicht wollte, mit Zuneigung nicht umgehen kann oder Desinteresse hat, kann ich nicht sagen. Ich beobachte, dass gerade Kinder mit einem schwierigen Hintergrund selten den Eltern etwas Gebasteltes mit nach Hause nehmen. Bei uns halt. Wieso auch immer? Vielleicht erlebst Du bei dir ähnliches?

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