Nachgelegt

Angeregt durch diese Diskussion lege ich nochmal Moltmann nach. In dem Kapitel geht es um “die Christenheit in den Lebensprozessen der Welt”. Das Zitat beschreibt für mich, das Grundmodell christlicher Gemeinschaft oder anders ausgedrückt, die Basis jeder Gemeindestruktur und somit jeglicher kultureller Relevanz der Christen in der Gesellschaft. Moltmann schreibt:

Die christliche Gemeinschaft, in der einer den anderen annimmt, gleichwie Christus angenommen ist zum Lobe Gottes (Röm. 15,7), ist die sozialte Gestalt der Rechtfertigung aus GLauben. Sie soll eine Gemeinschaft von Personen mit Ich-Identität, frei von Ego-Identität sein, eine Gemeinschaft von Gerechtfertigten, die sich nicht mehr aus ihren Eigenschaften rechtfertigen müssen, deshalb eine Gemeinschaft von Ungleichen und Verschiedenen, die durch frei und zuvorkommende Anerkennung zusammengehalten wird.

So tritt in den Vordergrund nicht die Frage in welchen Formen und Strukturen ich Gemeinde leben, sondern die Frage in welcher Art ich sie lebe. Lebe ich gerechtfertigt in Ich-Identität oder ist Gemeinde Spielraum meiner Ego-Identität mit allen negativen Folgen, die Gemeinde gleich welcher Struktur, krank machen.

Auf jeden Fall verfolge ich weiter die spannende Diskussion bei Dirk.

Ein Kommentar zu “Nachgelegt”

  1. Dirk

    Hi!

    Das finde ich gut!
    Ein Gemeinde”modell”, das auf unserer Identität in Christus beruht!
    Super Gedanke!

    Gby,
    Dirk.

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