harter Tag und harter stoff
Was für ein krasser Tag. Chaos im sozialen Umfeld. 2 Operationen (1 geplant, 1 ungeplant.) Stündlich neue Statusmeldungen. Nach etwas über 4 Stunden gebe ich die Sache mit dem Schlafen einfach auf. Die PC-Modernisierungs-Sache wird in der Prioritätenliste weiter nach hinten verschoben. Die Woche scheint echt aus dem Ruder zu laufen, nicht mal Sport war heute noch drin. Nächste Woche habe ich Urlaub. Ich hoffe bis dahin kehrt Ruhe ein und ich kann mein neues Fleckchen Erde nach meinen Wünschen gestalten und langsam entspannen, auch wenn dort die 31 lautstark ruft. Der Stress führt auch zu Kollateralschäden, wie einem Sprung im Mobiltelefondisplay. Ein Glück ist der Vertrag ausgelaufen und ich könnte mal ein neues bekommen. (Wenn dann mal Zeit dafür ist.) Immerhin habe ich jetzt wieder eine SATA-Platte zu Hause, die darauf wartet ein Imagefile der 4. Festplatte aufzunehmen. Ich hoffe stark, das meine Grafikkarte das noch mitmacht und ich nicht mit meinem RAID in einen anderen Rechner umziehen muß oder mir eine AGP-Grafikkarte leihen muss. (Endlich weiß ich wofür Grafikchipsätze auf Mainboards da sind.)
Zur Entspannung im Nachtdienst nehme ich ein paar Bücher mit. Habe einen ziemlich guten Schnitt in den letzten Nächten. Pro Nacht ein bis anderthalb Bücher. Und die meisten doch sehr nett. Irgendwie habe ich zwei Alexa Hennig von Lange Bücher im Stapel. Gestern habe ich das erste gelesen. Sehr nette Geschichte über die erste Liebe. (Heißt auch “Erste Liebe”.) Lies sich gut lesen. Und mit Freude fing ich “Woher ich komme” von Ihr an. Was für ein krasses Buch. Es hat mich voll rausgerissen. Ich bin doch emotional aufgewühlt. Nach den ersten paar Seiten standen mir schon die Tränen im Auge und der Kloß steckte im Hals. Was für eine Geschichte (über die ich nicht mehr verraten werde). Schwer zu lesen durch viele Zeit- und Inhaltssprünge. Ich war schon lange nicht mehr so berührt durch ein Buch. Das letzte, an das ich mich erinnere. war von Susanna Tamaro. Das war damals nur eine Kurzgeschichte, aber ich war auch mehrere Tage mit der Aufarbeitung beschäftigt. Ich denke auch Alexa Hennig von Lange wird mich wohl noch etwas verfolgen. Ich kann gar nichts Neues anfangen. Ich muß wohl doch ein Sachbuch über Visionsentwicklung zwischenschieben. Jeder Roman danach wäre eine Enttäuschung.(Tut mir leid Thomas Brussig. Dein “Wasserfarben” ist nur verschoben nicht aufgehoben.)
Wo ist das Kind, das ich gewesen,
ist es noch in mir oder fort?
Warum starben wir denn nicht beide,
damals, als meine Kindheit starb?
Pablo Neruda (Anfangszitat von “Woher ich komme”)
Update: Das Imagen der 4. Platte funktioniert schonmal. Ich hoffe ich krieg nachher noch nen Windows zu laufen. Jetzt erkenne ich gerade auch nicht sehr viel auf dem Linux-Desktop. Die Komandozeile musste ich für jeden Befehl in eine neue Position schieben, um etwas zu erkennen.