Was getan am Wochenende
Montag in der Früh, kurz nach sechs. Die erste Tasse Kaffee duftet (naja, es sind Discounterpads) in meiner Tasse. Was gibt es besseres als das Wochenende Revue passieren zu lassen. Das war mein Wochenende:
01.Freitag. Das Wochenende beginnt bei mir am Freitagabend nach 19.30 Uhr, wenn endlich Ruhe einkehrt. Wir haben Freunde zu Besuch und genießen eine Punkte freien Snack. Punkte kann man sammeln nach Weight Watchers (WW ist sowas wie AA für voll schlanke Menschen), wenn man zuviel Fett oder Zucker oder was anderes Böses in seinem Essen hat. Anschließend Spielerunde. Lange sieht es so aus, als ob ich verliere. Bin dann nicht glücklich. Hole aber auf und kann andere fertig machen die jetzt verlieren. Dann singen von fröhlichen Kinderliedgut. Pitsch, Patsch Pinguin … und der Nordwind weht übers weite Meer.
02.Samstag. Ein Konsum freundlicher Tag. Beginne beim Discounter und laufe noch eine Runde über den Markt. Was ist eigentlich eine gefühlte Inflation? Ist es nur Einbildung, dass ich für meine Einkäufe beim Discounter statt 45€ jetzt 60€ ausgebe. Bei gleichem Inhalt. Ich weiß das, meine “Assi-Karre” hat nur 50l Volumen. Auf dem Markt dann die finanzielle Erleichterung. Nachdem mein alter Marktstand aufhörte, konnte ich mich nicht mehr über satte Rabatte freuen. Das änderte sich aber gestern. Die Frau hinten an der Ecke, die ältere, flüsterte ihrer Kollegin zu: “Wenn der junge Mann kommt, dann geht es immer etwas billiger”. Ich durfte den Satz mithören. Am Nachmittag kam der Herr Post und brachte mir BM “Die Geheime Botschaft von Jesus” und “Zeitgeist” eine Aufsatzsammlung zur Postmoderne. Zeitgeist habe ich schon gelesen und bin mäßig beeindruckt. Vieles ist sehr bekannt. Naja, nachdenken werde ich trotzdem über das eine oder andere. Ein Detail fand ich in dem Buch gut. Die Nummerierung. (01,02,03). Toll. Das ist postmodern (PM). Ich bin jetzt auch PM. Damit komme ich zu 03.
03.Sonntag. Mit Frühstück und Brunchen muss ich immer 5 Stunden bis zum Gottesdienst (GoDi) rumbringen. Dann zur Mittagszeit darf ich los. Eigentlich bekomme ich um 12 Uhr wieder Hunger versuche mich aber während der Predigt mit Eisbonbons davon abzulenken. Der Lobpreis im Gottesdienst hat mich erstaunlicherweise sehr mitgenommen. Nach kurzer Reflexion erkannte ich warum. Er war triefend vor lauter PM Elementen. Irgendwie war unser ganzer GoDi PM. Unplugged Musik, Segnungsritual, Kerzen, Predigt mit Interview. Sind wir auf dem Weg? Buch am Büchertisch gekauft: Die neue Unterschicht von Thomas Schirrmacher. Gelesen. Sehr gut. Am Nachmittag hatten wir dann Besuch. 6 Kinder, 4 Erwachsene und das Anliegen den Weihnachtsgodi vorzubereiten. Ob das gelungen ist? Zum Abschluss des Tages habe ich Wein getrunken. Und es kam wie es kommen musste. Die Nacht bestraft den schönen Abend. In diesem Sinne …
04.Montag. Ein unbeschriebenes Blatt wartet auf mich …
It’s just another manic Monday
I wish it was Sunday
‘Cause that’s my funday
My I don’t have to runday
It’s just another manic Monday
Bangels – Manic Monday
am 10. Dezember 2007 um 21:08 Uhr.
War wieder Fischa, wa? So langsam kann ich das Label “postmodern” ja auch nicht mehr sehen. Ich dachte, gerade einer der schönen Aspekte von EC sei, dass diese ganzen einengenden Schubladen wegfallen. Und jetzt etikettieren wir schon wieder Gottesdienste, Hauskreise, Gemeinden mit “postmodern”, “nicht so postmodern”, “postpostmodern” und so weiter.
am 10. Dezember 2007 um 23:02 Uhr.
Ha, angemeldet!
am 11. Dezember 2007 um 06:49 Uhr.
@maggi: Anscheinend müssen wir Frommen uns erst an das Laben postmodern gewöhnen. Im Moment ist meine Fazit – alles schon da gewesen.
Selbst meine Liebste meinte, da haben wir uns doch schon vor 5 Jahren drüber unterhalten. Es ist ein Irrsinn.
Jo, es war Fischa!