bewegen hätten können

Mich bewegt, wie ich selbst mit Veränderungen umgehe, aber auch wie es mein sozial näheres Umfeld tut. Ich gehe selbst immer sehr zögerlich mit Veränderungen um oder versuche sie zu vermeiden, selten geht etwas ohne Sicherheiten. Aber im gleichen Atemzug lege ich mir das selbst als “fehlendes Gottvertrauen” aus. Einige andere sehen das eher als “steter Fels in der Brandung” und trauen darauf, aber ich habe in letzter Zeit öfter das Gefühl gehabt, das mir das irgendwas fehlt, was sich aber auch schlecht in Worte fassen lässt. (Es ist mehr als nur die Erfahrung einen Schritt ins Ungewisse gemacht zu haben.) Ich frage mich auch oft, ob ich das Risiko eingehen würde, wenn ich nicht in so enges soziales Netzwerk eingebunden wäre, in dem halt auch Abhängigkeiten bestehen. Andererseits sehe ich auch, das dieser Umgang mit Veränderungen zu meiner Persönlichkeit gehört und von Gott so in mir angelegt wurde. Vielleicht hat mich aber die “3″ vorne auch einfach nur noch nachdenklicher gemacht.

Ich glaube übrigens das die Portion Spiritualität wirklich nötig ist, aber sich das nicht unbedingt mit dem Aufbau gewisser rudimentärer Strukturen aus der Gemeindeaufbauliteratur ausschließt. Ich glaube nicht, das das Einführen von gewissen Management-Tools die Gemeinden retten wird, es kann aber Hilfestellung in bestimmten Gebieten geben und fördert auch ein Durchdenken von Strukturen. Doch ohne Heiligen Geist wird wohl gar nichts gehen, wie es von Dir schon angemerkt wurde.

Ich wäre übrigens auch über Lesetips zu “Emerging Church” erfreut. Ich würde gerne mal einen groben Überblick bekommen, was das Thema beinhaltet.

Ch-ch-ch-ch-Changes
(Turn and face the strain)
Ch-ch-Changes
Don’t want to be a richer man
Ch-ch-ch-ch-Changes
(Turn and face the strain)
Ch-ch-Changes
Just gonna have to be a different man
Time may change me
But I can’t trace time

David Bowie – Changes

3 Kommentare zu “bewegen hätten können”

  1. dermob

    zu emerging church: ich glaube, dass es gar nicht so viele Antworten auf das Thema gibt. Zur Zeit läuft in Erlangen gerade ein erstes Meeting, vielleicht wird es danach etwas klarer.
    Immer einen kleinen Abstecher wert sind dabei hufi, haso und peregrinatio. Find ich persönlich am besten.

  2. Matthias

    @dermob: Ich bin gerade durch die Bloggerwelt gereist und habe viele,viele, viele interessante Artikel über emerging church gelesen. Leider ist es recht mühsam die Infos herbei zu bekommen. Vielleicht werde ich auch zum Einstieg mal das McLaren Buch in die Hand nehmen oder ZeitGeist.

  3. dermob

    Ich hab die ersten Kapitel gelesen, und es ist wirklich nett.

    Am besten finde ich die Bezeichnung Emergent Conversation statt Emerging Church.
    McLaren meinte bei einem Vortrag, die Kirche ist wie ein Baum, und jede Generation kommt eine Lage Rinde drauf. An der Rinde erkennst du, mit welchen äußeren Einflüssen der Baum zu kämpfen hatte.
    Wir sind als Evangelikale am Rand, die Lutheraner sind am Rand, die Katholiken sind am Rand, … . Emerging Conversation ist nun das offene Gespräch aller, die am Rand sind, also heute leben.
    Dabei bist du dem Katholiken von heute näher, als dem Evangelikalen vor von 100 Jahren.

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